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Neue EU-ÖKO-VO (EU) 2018/848 vom 30.5.2018 mit Gültigkeit ab 01.01.2021 verabschiedet

Ab dem 1.1.2021 wird eine neue Öko-Basisverordnung von allen Bio-Betrieben und Bio-Kontrollstellen angewendet.

Der Europäische Gesetzgeber hat von 2014 bis 2018 die zuerst 1992 erlassen Bio-Regeln zum zweiten Mal komplett überarbeitet.

Aktuell wird die neue Öko-Basisverordnung noch durch sogenannte nachgelagerte Rechtsakte – delegierte Rechtsakte und Durchführungsrechtsakte - ergänzt, die so entscheidende Regelungen wie beispielsweise die Festlegungen zu Ställen und Ausläufen für Bio-Tiere, die Listen zugelassener Bio-Betriebsmittel oder -Lebensmittelzutaten sowie präzisere Anforderungen an die Öko-Kontrolle und an Bio-Importe aus Drittländern enthalten. Geplant sind bis Ende 2020 insgesamt 11 Rechtsakte, die die verschiedenen Ergänzungen bündeln. Erst wenn diese Ergänzungen beschlossen sind, ist das neue Bio-Recht vollständig. Bis dahin gilt die aktuelle Öko-Verordnung weiter.  

Den vollständigen Text finden Sie hier.

(Quelle: www.boelw.de; 23.08.2018/SN)


Verlust oder Beschränkung der Futterproduktion aufgrund außergewöhnlicher Witterungsverhältnisse  (Art. 47 c) ÖkoDVO (EG) Nr. 889/2008)

Die zuständigen Behörden für den ökologischen Landbau in verschiedenen Bundesländern haben Kenntnis von Betrieben mit großen Verlusten in der Futterproduktion erhalten.  

In Fällen großer Futterknappheit gem. Artikel 47 Buchstabe c) Verordnung (EG) Nr. 889/2008 können Anträge auf Zulassung nichtökologischer Futtermittel gestellt werden können, sofern aufgrund der außergewöhnlichen Trockenheit in diesem Frühjahr bzw. Sommer 2018, bei tierhaltenden Betriebe große Verluste oder Beschränkungen in der Futterproduktion eingetreten sind.  
 
Die Anträge werden per Formular über die Kontrollstelle gestellt. Bitte erkundigen Sie sich, ob eine Antragsstellung in Ihrem Bundesland möglich ist und fordern ein Antragsformular an. Im Antrag nicht berücksichtigte Tierarten oder Futtermittel können bei Bedarf ergänzt werden. Die Kontrollstelle prüft das Vorliegen der genannten Voraussetzungen und bestätigt dies im Formular. Die Bearbeitung durch AGRECO wird zeitbezogen nach AGRECO-Gebührenordnung abgerechnet. Die Entscheidung über die Genehmigung der jeweiligen Einzelfälle erfolgt grundsätzlich durch die zuständigen Behörden. Für die Genehmigung durch die Behörde fallen unter Umständen Gebühren an.
 
Für die Genehmigung der Verwendung nichtökologischen Futters muss nachgewiesen werden, dass der Erwerb ökologisch erzeugter Futtermittel nicht, nicht vollumfänglich oder nicht zu vertretbaren Bedingungen möglich ist. Zum ersatzweisen Erwerb von Öko-Futtermitteln sind die Futtermittelbörsen im Internet vorrangig zu nutzen. Falls Sie dort kein Angebot finden, schalten Sie bitte auch ein Gesuch. Es ist hinreichend nachzuweisen, dass keine ökologischen Futtermittel verfügbar sind bzw. waren.  
 
Die erforderliche Zeitspanne der Verwendung nichtökologischen Futters ist anzugeben und zu belegen. Der Zukauf der zur Verwendung vorgesehenen nichtökologischen Futtermittel ist auf Grundlage einer Futterbilanz zu ermitteln. In der Futterbilanz ist der Futtermittelertragsverlust aufgrund der außergewöhnlichen Witterungssituation darzustellen.

(16.7.2018/SN)


Geflügel Auslegungskatalog 4. Runde

Im Rahmen der Sitzung der Länderreferenten für ökologischen Landbau in Bonn am 21./22. März 2018 wurde unter allen Bundesländern die 4. Änderung des Auslegungskataloges zur Bio-Geflügelhaltung abgestimmt. Die darin enthaltenen Vorgaben zur Durchführung des Kontrollverfahrens sind verbindlich umzusetzen. Der geänderte Katalog enthält die Ergebnisse aus den Runden 1 bis 4 der Geflügel AG.

Hier finden Sie die Tierschutz-NutztierhaltungsVO und eine Anlage zu den Sitzstangen, auf die sich einige Auslegungen beziehen.

(12.6.2018/SN)


Verlust oder Beschränkung der Futterproduktion aufgrund außergewöhnlicher Witterungsverhältnisse in Niedersachsen

Das LAVES  hat verschiedentlich bei Kontrollbegleitungen Kenntnis von Betrieben mit Futtermangel erlangt und möchte daher darauf hinweisen, dass hier in Fällen großer Futterknappheit gem. Artikel 47 c) ÖkoDVO 889/2008 Anträge auf befristete Zulassung eines erhöhten Prozentsatzes nichtökologischer Futtermittel gestellt werden können, sofern aufgrund der außergewöhnlichen Witterungsverhältnisse, die seit dem Frühjahr/ Sommer 2017 in Niedersachsen eingetreten sind und teilweise bis heute anhalten, bei tierhaltende Betriebe im Ökolandbau große Verluste oder Beschränkungen in der Futterproduktion eingetreten sind.  

Die Anträge können bis zum 15.06.2018 mit einem Formblatt über die jeweils zuständige Kontrollstelle gestellt werden. Die Kontrollstelle hat das Vorliegen der genannten Voraussetzungen zu prüfen und im Formblatt zu bestätigen. Das Laves entscheidet über die Anträge.

(24.01.2018/SN)


Höchstsatz nichtökologischer Eiweißfuttermittel in der Schweine- und Geflügelfütterung verlängert bis 31.12.2018

Gemäß Artikel 43 der ÖkoDVO 889/2008 ist die Verwendung einer begrenzten Menge nichtökologischer Eiweißfuttermittel für Schweine und Geflügel zulässig, wenn die Landwirte nicht in der Lage sind, sich mit Eiweißfuttermitteln aus ausschließlich ökologischer Erzeugung zu versorgen. Der Höchstsatz nichtökologischer Eiweißfuttermittel, der je Zwölfmonatszeitraum für diese Arten zulässig ist, beträgt 5 % für die Kalenderjahre 2015, 2016 und 2017. 

Am 8. Dezember 2017 wurde die ÄnderungsVO 2017/2273 veröffentlicht. Die Regelung wurde um ein Jahr verlängert.

Artikel 43 Absatz 2 erhält folgende Fassung: "Der Höchstsatz nichtökologischer Eiweißfuttermittel, der je Zwölfmonatszeitraum für diese Arten zulässig ist, beträgt 5 % für das Kalenderjahr 2018."

(14.12.2017/SN)


Höchstsatz nichtökologischer Eiweißfuttermittel in der Schweine- und Geflügelfütterung endet am 31.12.2017

Gemäß Artikel 43 der ÖkoDVO 889/2008 ist die Verwendung einer begrenzten Menge nichtökologischer Eiweißfuttermittel für Schweine und Geflügel zulässig, wenn die Landwirte nicht in der Lage sind, sich mit Eiweißfuttermitteln aus ausschließlich ökologischer Erzeugung zu versorgen.  Der Höchstsatz nichtökologischer Eiweißfuttermittel, der je Zwölfmonatszeitraum für diese Arten zulässig ist, beträgt 5 % für die Kalenderjahre 2015, 2016 und 2017. 

Am 30.10.2017 hat die Kommission die Absicht bekannt gegeben, den Anwendungszeitraum für die in Art. 43 genannte Regelung zum Einsatz nichtökologischer Eiweißfuttermittel bis zum 31.12.2018 zu verlängern.

Hierzu wurde ein Abfrage gestartet, die am 10.11.2017 endet. Es deutet darauf hin, dass es eine Verlängerung geben wird. Allerdings kann zum jetzigen Zeitpunkt noch keine sichere Aussage getroffen werden.

(02.11.2017/SN)


OrganicXseeds - Änderungen zu Saatgut der Kategorie I

Folgende Arten werden neu in die Kat. I eingestuft:

- Zottelwicke  - Einstellung in die Datenbank ab 1.12.2017

- Pannonische Wicke – Einstellung in die Datenbank ab 1.12.2017

- Blaue Lupine (Neuaufteilung in die Sortengruppen 'endständige Typen' und 'Verzweigung') ab dem 1.10.2018.

Ausnahmegenehmigungen bzw. Einzelgenehmigungen können danach nicht mehr erteilt werden.

(19.04.2017)


HALM-Programm in HESSEN: Wegfall der Bagatellgrenze für nichtökologische Tiere zum Eigenbedarf

Wir haben die Information erhalten, daß die im HIAP geltenden Bagatellgrenzen für nichtökologische Tiereinheiten zum Eigenbedarf ab dem 1.1.2015 weggefallen sind. Es gilt der Grundsatz der gesamtbetrieblich ökologischen Bewirtschaftung. Es sei nicht geplant, diese wieder aufzunehmen.

Falls Sie bisher Tiere im Rahmen der bisherigen Bagatellgrenze hielten, teilen Sie uns bitte mit, ob Sie diese als ökologische Betriebseinheit aufnehmen werden.

Ein Hinweis: das HALM-Programm befindet sich noch immer in der Entwurfsfassung. Sie finden es auf der Internetseite des Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

(7.5.2015)


Totalrevision der EU-Öko-Verordnung

Für mehr Bio aus Europa, gegen eine Totalrevision der EU-Öko-Verordnung!
Bio-Branche stellt die  " Nürnberger Erklärung" zum Stopp der Kommissionspläne vor.

Der BÖLW wird die gemeinsamen Forderungen auf der BIOFACH mit Vertretern von Bund, Ländern und EU breit diskutieren und fordert Öko-Landwirte und -Unternehmen auf, die Erklärung bis zum 25.02.2015 zu unterzeichnen unter www.mehr-bio-in-europa.eu. Der BÖLW ist Mitinitiator und Erstunterzeichner der „Nürnberger Erklärung“. Dort erhalten Sie auch weitere Informationen zur Totalrevision der Öko-VO.

(10.02.2015)