Sprachwahl:       

home

Änderungsverordnung (EU) 2018/1584 vom 22.10.2018:

  • Änderung im Einsatz von Mineralstoffen, Vitaminen, Aminosäuren und Mikronährstoffen für Säuglingsnahrung
  • Änderung von Anhang VIIIa für Wein

Hier finden Sie den Text der ÄnderungsVO 2018/1584.

(2) Gemäß  Artikel  27  Absatz  1  Buchstabe  f  der  Verordnung  (EG)  Nr.  889/2008  dürfen  Mineralstoffe  (einschließlich Spurenelemente),  Vitamine,  Aminosäuren  und  Mikronährstoffe  bei  der  Verarbeitung  von  ökologischen/bio­logischen  Lebensmitteln  nur  verwendet  werden,  soweit  ihre  Verwendung  in  den  Lebensmitteln,  denen  sie
zugefügt  werden,  gesetzlich  vorgeschrieben  ist.  Gemäß  dem  Urteil  des  Gerichtshofs  der  Europäischen  Union  in der  Rechtssache  C-137/13 ist  die  Verwendung  dieser  Stoffe  bei  der  Verarbeitung  von  ökologischen/bio­logischen  Lebensmitteln  nur  dann  gesetzlich  vorgeschrieben,  wenn  eine  unionsrechtliche  oder  mit  dem Unionsrecht  vereinbare  nationale  Vorschrift  die  Zugabe  der  genannten  Stoffe  unmittelbar  vorschreibt,  damit dieses Lebensmittel in Verkehr gebracht werden kann.
(3)   Gemäß  der  Verordnung  (EU)  2018/848  des  Europäischen  Parlaments  und  des  Rates ist  die  Verwendung  von Mineralien (einschließlich Spurenelementen), Vitaminen, Aminosäuren oder Mikronährstoffen in ökologischer/bio­logischer  Säuglingsanfangsnahrung  und  Folgenahrung  sowie  in  ökologischer/biologischer  Getreidebeikost  und anderer  Beikost  für  Säuglinge  möglich,  wenn  ihre  Verwendung  durch  die  einschlägigen  Rechtsvorschriften  der Union  zugelassen  ist.  Um  eine  Lücke  zwischen  der  derzeitigen   Auslegung  der  Verwendung  dieser  Stoffe  in Lebensmitteln  für  Säuglinge  und  Kleinkinder  zu  vermeiden  und  die  Übereinstimmung  mit  den  künftigen Rechtsvorschriften  für  ökologische/biologische  Erzeugnisse  zu  gewährleisten,  sollte  ihre  Verwendung  bei  der Herstellung von ökologischer/biologischer Beikost für Säuglinge und Kleinkinder ermöglicht werden.

 Artikel 27 Absatz 1 Buchstabe f erhält folgende Fassung:
„f)  Mineralstoffe (einschließlich Spurenelemente), Vitamine, Aminosäuren und Mikronährstoffe, jedoch nur
i)   soweit  ihre  Verwendung  in  Lebensmitteln  für  den  allgemeinen  Verzehr  „unmittelbar  gesetzlich  vorgeschrieben ist“  in  dem  Sinne,  dass  sie  nach  dem  Unionsrecht  oder  nach  nationalen  Rechtsvorschriften,  die  mit  dem Unionsrecht  vereinbar  sind,  unmittelbar  vorgeschrieben  sind,  was  dazu  führt,  dass  die  Lebensmittel  nicht  als
Lebensmittel  für  den  allgemeinen  Verzehr  in  Verkehr  gebracht  werden  können,  wenn  diese  Mineralstoffe, Vitamine, Aminosäuren oder Mikronährstoffe nicht zugegeben wurden, oder
ii)  im Hinblick auf Lebensmittel, die als Lebensmittel mit besonderen Eigenschaften oder Wirkungen in Bezug auf Gesundheit  oder  Ernährung  oder  in  Bezug  auf  die  Bedürfnisse  spezifischer  Verbrauchergruppen  in  Verkehr gebracht werden:
—  in  Erzeugnissen  gemäß  Artikel  1  Absatz  1  Buchstaben  a  und  b  der  Verordnung  (EU)  Nr.  609/2013  des Europäischen  Parlaments  und  des  Rates (*),  soweit  ihre  Verwendung  nach  der  genannten  Verordnung  und nach  Rechtsakten,  die  auf  der  Grundlage  von  Artikel  11  Absatz  1  der  genannten  Verordnung  für  die
betreffenden Erzeugnisse erlassen werden,
—  in Erzeugnissen nach der Richtlinie 2006/125/EG der Kommission (**) zugelassen ist, oder
—  in Erzeugnissen nach der Richtlinie 2006/141/EG der Kommission (***) zugelassen ist. 

(12) In  ihren  Empfehlungen  zu  Produkten  und  Stoffen,  die  in  bestimmten  Phasen  des  Produktionsprozesses  und  als Behandlungsart  gemäß  Anhang  I  A  der  Verordnung  (EG)  Nr.  606/2009  der  Kommission  im  Weinsektor verwendet  oder  zugesetzt  werden,  hat  die  EGTOP  unter  anderem  festgestellt,  dass  die  Stoffe  „Kartoffeleiweiß“,
Hefeproteinextrakte“  und  „Chitosan  aus  Aspergillus  niger“  zur  Klärung  (Anhang  I  A  Nummer  10  der  Verordnung (EG)  Nr.  606/2009),  „inaktivierte  Hefen,  Hefeautolysate  und  Heferinden“  als  Zusatz  (Nummer  15  des  genannten Anhangs),  „Hefe-Mannoproteine“  und  „Chitosan  gewonnen  aus  Aspergillus  niger“  zur  Verwendung  (Nummern  6, 35  und  44  des  genannten  Anhangs)  mit  den  Zielen  und  den  Grundsätzen  der  ökologischen/biologischen Produktion  vereinbar  sind.  Diese  Stoffe  sollten  daher  in  Anhang  VIIIa  der  Verordnung  (EG)  Nr.  889/2008 aufgenommen werden.

(23.10.2018/SN)


Neue EU-ÖKO-VO (EU) 2018/848 vom 30.5.2018 mit Gültigkeit ab 01.01.2021 verabschiedet

Die Komplettrevision der EU-Öko-VO wurde veröffentlicht.

Mit der Komplettrevision der EU-Öko-VO wird es vor allem im Verarbeitungsbereich Neuerungen geben. Ein Überblick findet sich z.B. hier.

Wichtige Änderungen sind:

  • Reinigungs- und Desinfektionsmittel werden auch für den Verarbeitungsbereich definiert
  • Der Einsatz von Aromen wird konkretisiert und eine Definition für Bioaromen wird eingeführt
  • Zertifizierung von Babynahrung wird definiert
  • Eine regionale Auslobung in der Herkunft der landwirtschaftlichen Zutaten wird möglich sein (z.B. "Hessische Landwirtschaft")

(23.08.2018/MP)


Information für Hersteller von Backwaren: Ab dem 1.1.2019 ändern sich die Anwendungsbedingungen für den Einsatz von E322 = Lecithin.

Der Einsatz ist dann als Lebensmittelzusatzstoff gem. Anhang VIII der ÖkoDVO (EU) 889/2008 nur noch gestattet, wenn er aus ökologisch/biologischen Rohstoffen gewonnen wurde.

Überprüfen Sie Ihre eingesetzten Backzutaten und planen Sie gegebenenfalls entsprechend vor.

Wenn Sie eine Abverbrauchsregelung für Verpackungsmaterial mit Zutatenverzeichnis benötigen, informieren Sie uns bitte.

(18.6.2018/MM)


Änderung der VO 889/2008

Mit der aktuellsten Durchführungsverordnung 2016/673 zur Änderung der VO 889/2008 wurden die Anhänge II (Pflanzenschutzmittel), VI (Futtermittelzusatzstoffe) und VIII (Lebensmittelzusatzstoffe und Verarbeitungshilfsstoffe) geändert. Die DVO 2016/673 finden Sie hier.

(04.05.2016)


Totalrevision der EU-Öko-Verordnung

Für mehr Bio aus Europa, gegen eine Totalrevision der EU-Öko-Verordnung!
Bio-Branche stellt die " Nürnberger Erklärung" zum Stopp der Kommissionspläne vor.

Der BÖLW wird die gemeinsamen Forderungen auf der BIOFACH mit Vertretern von Bund, Ländern und EU breit diskutieren und fordert Öko-Landwirte und -Unternehmen auf, die Erklärung bis zum 25.02.2015 zu unterzeichnen unter www.mehr-bio-in-europa.eu. Der BÖLW ist Mitinitiator und Erstunterzeichner der „Nürnberger Erklärung“. Dort erhalten Sie auch weitere Informationen zur Totalrevision der Öko-VO.

(10.02.2015)